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Unsere Philosophie

Fairnopoly soll Teil eines faireren Wirtschaftssystems werden, in dem die Menschen im Mittelpunkt stehen. Mit unseren drei Kernelementen möchten wir einen konkreten Beitrag dazu leisten:

  • Ein Faires Unternehmensmodell
  • Förderung von verantwortungsvollem Konsum
  • Ein Beitrag zu Korruptionsbekämpfung

Wirtschaft funktioniert viel zu häufig nach dem “Prinzip Monopoly”: Man handelt, um möglichst viel aus den anderen herauszuholen. Gerade größere Unternehmen sind strukturell auf dieses Prinzip hin ausgelegt –  sie sollen einen hohen Gewinn für Gesellschafter und Investoren produzieren.

Zu den verbreiteten negativen Konsequenzen davon gehören unfaire Bedingungen für Mitarbeiter*innen und Dritte, die Verbreitung von blinden Konsum durch Werbung und Korruption bzw. egoistische Einflussnahme auf politische Fragen durch Lobbyismus.

Das ist keine geeignete Rahmenbedingung für ein angenehmes und nachhaltiges Zusammenleben. Fairnopoly ist ein Versuch, ein Unternehmen so zu strukturieren, dass es von sich aus durch seine Geschäftsaktivitäten auf menschenfreundliche Bedingungen hinwirkt.

Dabei distanzieren wir uns explizit von ideologischen Debatten zwischen Sozialismus und Kapitalismus. Wir möchten stattdessen versuchen, unser Unternehmen so zu gestalten, dass es sich im Wettbewerb durchsetzt und zugleich fairere Strukturen fördert.

Die Vision hinter Fairnopoly ist der Aufbau eines Unternehmens, dass konsequent fair ist.

Dafür haben wir zwölf Grundprinzipien in der Satzung der Genossenschaft festgelegt, die allen Aktivitäten von Fairnopoly zugrunde liegen:

 

1.Menschenfreundlichkeit

Wirtschaftliches Handeln sollte stets im Sinne der Menschen sein. Fairnopoly strebt an, die Menschen und ihre Rechte entsprechend der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in den Mittelpunkt wirtschaftlichen Handelns zu stellen.

 

2.Fairness nach Innen und Außen

Fairnopoly verhält sich als Unternehmen fair, sowohl nach Außen (gegenüber Partnern, Kunden, durch Geschäftsaktivitäten betroffenen Dritten), als auch nach Innen (Bezahlung und Behandlung der Mitarbeiter). Insbesondere darf das höchste gezahlte Gehalt bei gleicher Arbeitszeit nicht mehr als dreimal so hoch sein wie das niedrigste gezahlte Gehalt.

Was im jeweiligen Kontext als fair gilt, wird offen über die Website kommuniziert und zur Kommentierung gestellt. Es werden mindestens die jeweils üblichen Standards eingehalten.

 

3. Wahl fairer Partner

Fairnopoly strebt an, bei der Wahl seiner Partner stets sicherzustellen, dass auch diese fair handeln. Falls aus Praktikabilitätsgründen die Entscheidung getroffen wird, in vorübergehend mit Partnern zusammenzuarbeiten, deren Geschäftspraktiken als teilweise nicht fair einzuschätzen oder nicht einschätzbar sind, wird die Begründung für diese Entscheidung stets auf der Website veröffentlicht und zur Kommentierung gestellt.

 

4.Fairness gegenüber späteren Generationen (Nachhaltigkeit)

Fairnopoly ist konsequent in allen drei Dimensionen der Nachhaltigkeit:

In allen Geschäftsaktivitäten ist angestrebt, umwelt- und klimaschonende Optionen zu wählen, wo immer die Praktikabilität dies erlaubt. Im Falle einer Entscheidung für nicht umwelt- und klimaschonende Option aus Gründen der Praktikabilität, wird die Begründung für diese Entscheidung stets auf der Website veröffentlicht und zur Kommentierung gestellt.

Fairnopoly versucht gezielt zum Abbau von Ungleichheit und Unfairness beizutragen, (Siehe 1.-3.)

Fairnopoly gestaltet ihre Geschäftsaktivitäten stets so, dass eine wirtschaftlich tragfähige Fortführung ihrer Geschäfte gesichert ist. 

 

5.Transparenz

Fairnopoly strebt an, in all ihren Aktivitäten konsequent transparent zu sein. Insbesondere werden Zahlen und Informationen zu Nutzerentwicklung, Umsätzen, Kosten und Einnahmen über die Website veröffentlicht, sowie Steuerklärungen und Jahresabschlüsse.

Soweit technisch und rechtlich möglich, werden sämtliche Geschäftskonten offen einsehbar geführt (unter Anonymisierung privater Namen).

Soweit rechtlich zulässig, werden Informationen zu Partnerschaften und größeren Kunden über die Website veröffentlicht.

Soweit praktikabel, werden Informationen zu Entscheidungsprozessen über die Website veröffentlich und zur Diskussion gestellt. Auf gezielte Anfrage werden diese Informationen zugänglich gemacht, auch wenn eine regelmäßige Veröffentlichung als unpraktikabel eingeschätzt wird.

Wenn für bestimmte Bereiche eine Veröffentlichung als unpraktikabel eingeschätzt wird, oder rechtlich oder technisch nicht möglich ist, wird dies über die Website begründet und zur Kommentierung gestellt.

 

6.Mitwirkung

Alle, die es möchten, können sich aktiv in die Weiterentwicklung einbringen. Es werden deshalb praktikable Wege eingerichtet, die eine aktive und inklusive Mitwirkung ermöglichen.

 

7. Mitdiskutieren

Fairnopoly ermöglicht es seinen Nutzer*innen durch geeignete virtuelle Instruemente an geschäftspolitischen Fragen mitzudiskutieren und Feedback zu geben.

 

8. Open Source

Fairnopoly stellt alles durch sie produzierte Wissen unter eine offene Lizenz, die Dritten die entgeltlose Weiterentwicklung und -verwendung erlaubt, insofern jene diese wiederum unter eine äquivalente Lizenz stellen. Insbesondere ist alle im Rahmen der Genossenschaft produzierte Software unter eine entsprechende Open Source Lizenz zu stellen, sofern Sicherheits- und Datenschutzerwägungen dies erlauben.

 

9. Förderung von verantwortlichem Konsum

Das aktuelle Wirtschaftssystem verleitet Unternehmen zu nicht-nachhaltigem Ressourcenverbrauch – und zur Verbreitung von verbrauchsmaximierendem Konsum unter ihren Kunden. Fairnopoly fördert gezielt die Verbreitung von verantwortlichem Konsum.

Insbesondere wird gefördert:

 a) der Handel mit gebrauchten Gütern

 b) der Handel mit Fair Trade und sozial und umweltverträglich produzierten Güter (mit und ohne Siegel, nach eindeutig kommunizierten Kriterien, die auf der Website zur Kommentierung gestellt werden)

 c) die Bereitstellung von Informationen zu verantwortlichem Konsum

 d) die Anregung der öffentlichen Debatte zu bewusstem und verantwortlichem Konsum

Fairnopoly verzichtet konsequent auf Werbung, die zu mehr unverantwortlichem Konsum anregt

 

10.Förderung von Korruptionsbekämpfung

Tausende von Unternehmen haben national und multinational durch Lobbying, Intransparenz, und direkte Bestechung zur Verbreitung von Korruption in der Welt beigetragen. Wir möchten dies gezielt umdrehen, und als Unternehmen proaktiv zur Bekämpfung von Korruption beitragen.

Ein Prozent aller Transaktionen auf den von Fairnopoly betriebenen Plattformen werden deshalb in einen Topf für globale Kampagnen gegen Korruption geleitet. Bei andersartigen Geschäftsaktivitäten werden mindestens 1 % des Umsatzes in dieser Weise verwendet.

 

11.Verzicht auf große Gesellschafter

Fairnopoly erkennt an, dass Unternehmen durch ihr Handeln das Wirtschaftssystem mitprägen. Mit dem Verzicht auf große Beteiligungen und handelbare Anteile setzt Fairnopoly ein Zeichen gegen ein Wirtschafts- und Finanzsystem, in dem sich Aktienhandel und Investitionsstrategien auf menschenfeindliche Weise verselbstständigt haben.

 

12. Konsequente und lokale Bezahlung von Steuern

Fairnopoly erkennt an, dass Steuern zu zahlen eine zentrale Verantwortung von Unternehmen gegenüber der Gesellschaft ist. Sie sind der legitime finanzielle Beitrag der Mitglieder einer Gesellschaft zu ihren gemeinsamen Institutionen. Insbesondere halten wir es für unverantwortlich, dass große Unternehmen sich Wege schaffen, proportional weniger Steuern zu zahlen als kleine Unternehmen. 

Deshalb versucht Fairnopoly nicht, das Zahlen von Steuern durch gezielte rechtliche oder geschäftliche Gestaltung zu umgehen.

Überdies zahlt Fairnopoly Steuern stets lokal im jeweiligen Land, in dem ihre Dienste und Produkte angeboten bzw. produziert werden. Es werden nach Möglichkeit jeweils eigenständige Unternehmen gegründet, die ihre eigenen Gewinne vor Ort versteuern.

Wenn ein Teil der Gewinne (z.B. des internationalen Dachunternehmens) nur in einem Land versteuert werden können, obwohl sie in mehreren Ländern generiert wurden, wird dies durch gezielte Förderung von fairen Unternehmen und Organisationen in den jeweiligen Ländern ausgeglichen. 

 

Diese zwölf Grundprinzipien wurden in §3 der Satzung von Fairnopoly festgehalten.

 

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